Gemeinsamer Unterricht

Personelle Voraussetzungen

Durch 3 SonderpädagogInnen, die fest an der Albert-Schweitzer-Schule angestellt sind, wurden hier gute personelle Voraussetzungen geschaffen. Die ständige Präsenz der SonderpädagogInnen trägt zur besseren Integration der behinderten Kinder bei, da auf Problemstellungen im Schulalltag direkt und kontinuierlich eingegangen werden kann. Die SonderpädagogInnen gehören zwar zum Kollegium der Grundschule, sind hier aber ausschließlich für die Unterrichtung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zuständig. Ein Einsatz im regulären Klassenunterricht oder zur Vertretung soll nur in begründeten Ausnahmefällen und ausschließlich in der Stammklasse stattfinden.

SonderpädagogIn und KlassenlehrerIn strukturieren und organisieren die Abläufe in der GU-Klasse gemeinsam. Hierzu haben sie in einer wöchentlichen Besprechungsstunde Gelegenheit. Da die Durchführung des Gemeinsamen Unterrichts hier besondere Bedingungen zu erfüllen hat, ist es notwendig, dass auch die Kollegen der Grundschule bereit zur Arbeit im Gemeinsamen Unterricht sind. Eine Verpflichtung zur Durchführung von Gemeinsamem Unterricht sollte daher vermieden werden.

Die Sonderpädagoginnen sind durch die Mitarbeit in außerschulischen Gremien (Arbeitskreis GU, Arbeitskreis Autismus), Kontakte zu anderen Förderschulen und Grundschulen mit GU sowie die Zusammenarbeit mit Institutionen und Therapeuten eng vernetzt.

Räumliche und sächliche Voraussetzungen

Jede GU-Klasse verfügt über einen eigenen Gruppenraum, der so eingerichtet ist, dass hier Formen der Außendifferenzierung ebenso möglich sind wie Gruppenarbeiten im Klassenunterricht.

Darüber hinaus sind für spezielle Behinderungen (Hörschädigung, Sehbehinderung,...) gute Voraussetzungen z.B: durch Korkparkett, Teppichboden, Spezialtische u.ä. gegeben. Durch das Fehlen ebenerdiger Klassenräume sind die Bedingungen für Schüler mit Körperbehinderungen eingeschränkt.

Es ist umfangreiches Unterrichts- und Fördermaterial – abgestimmt auf die behinderten Kinder – vorhanden (PC-Programme, Sprachfördermaterialien, Materialien zur Kognitions- und Wahrnehmungsförderung uvm.).

Unterrichtsprinzipien

Grundsatz der Arbeit im Gemeinsamen Unterricht ist:

„Soviel Gemeinsamkeit wie möglich, so wenig Trennung wie nötig.“

Gerade im Gemeinsamen Unterricht steht der individuelle Lernfortschritt des Einzelnen im Vordergrund vor seinen Leistungen im Vergleich zum Klassendurchschnitt.

Die Lehrerinnen und Lehrer schaffen für die Kinder Gemeinsamkeit durch Inhalte, Methoden, Medien, Lernorte, Lern- und Pausenzeiten sowie gemeinsame Situationen mit emotionalen und sozialen Schwerpunkten.

Eine Individualisierung geschieht, wo nötig, durch eine Differenzierung in Zeit, Umfang, Niveau und Ziel des Lernen sowie angepasste Hilfen und Medien.

Diese Unterrichtsprinzipien lassen sich am besten in offenen Unterrichtsformen wie der Wochenplanarbeit, der Freiarbeit, dem Werkstattunterricht oder in Projekten umsetzen.

Hier entwickeln die Schüler schnell eine große Selbstständigkeit im Arbeiten, so dass ein gemeinsames, aber dennoch differenziertes Arbeiten leichter umzusetzen ist.

Je nach Unterrichtsgestaltung und Bedürfnissen der Schüler entscheiden die beteiligten Lehrer außerdem gemeinsam, ob dies auch in äußerer Differenzierung geschieht.


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